SAP F&R bei der Disposition im Lebensmitteleinzelhandel

Die Dispositions- und Prognoseverfahren der SAP Standardlösungen haben bewiesen, dass sie die „Pflicht“-Anforderungen im Handel erfüllen.  Die Lösung dieser Aufgabe im Lebensmitteleinzelhandel ist  -um im Bild zu bleiben - allerdings die „Kür“:

  • Eine bedarfsorientierte Disposition kann durch die umfangreiche Sortimentsbreite und –tiefe und den kurzen Nachversorgungszyklen nur durch einen hohen Automatisierungsgrad mit einem überschaubaren Aufwand durchgeführt werden. Für Artikel aus dem Obst/Gemüse-Bereich sowie den Bedientheken (Fleisch, Wurst, Käse) wird durch die gegebene Bestandsqualität weiterhin eine manuelle Disposition erforderlich.
  • Das Nachfrageverhalten der Artikel wird durch regelmäßige Aktionen, wiederkehrende (Kalender-) Ereignisse (z.B. Weihnachten, Ostern, Stadtfest), spezifischen Feiertagskonstellationen und sogar durch Wettereinflüsse bestimmt. Das Sortiment setzt sich neben vielen Standardartikeln mit relativ stabilem Verbrauch auch aus Saisonartikeln mit starken Verbrauchsschwankungen zusammen.
  • Die bestands- und verbrauchsführenden Verkaufsartikel können häufig nicht eigenständig disponiert werden, da diese Komponenten eines (strukturierten) Dispositionsartikel (z.B. Displays aus verschiedenen Artikelsorten) darstellen. Die Dispositionsartikel weisen dagegen keinen eigenen Verbrauch oder Bestand auf, da beim Wareneingang eine Auflösung auf die bestandsführenden Komponenten erfolgt.

Weitere Einflussfaktoren:

  • Artikel werden für einen befristeten Zeitraum durch aktionsbezogene Sondergrößen oder durch mit zusätzlicher Bonusware substituiert. Die Ersetzung erfolgt dabei entweder in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Artikel oder durch eine zeitlich orientierte Steuerung. Für eine bedarfsorientierte  Nachversorgung des Originalartikels müssen auch die Bewegungsdaten (Verbrauch, Bestand, offene Wareneingänge) des Ersatzartikel in dem Ersetzungszeitraum berücksichtigt werden. Der Ersatzartikel kann überdies eigene Verbräuche und Bestände aufweisen, die aus einer expliziten Disposition dieses Artikels stammen und nicht aus einer Ersetzungslogik des Originalartikels herrühren.
  • Im Frischebereich verfügen die Artikel häufig über eine Mindesthaltbarkeit. Bei der automatischen Disposition solcher Artikel soll der Bedarf dahingehend optimiert werden, dass die resultierende Bestandsreichweite die Mindesthaltbarkeit nicht überschreitet und eine „out-of-stock“-Situation vermieden wird.
  • Bei der Disposition müssen artikel- und/oder lieferantenspezifische Bestellrestriktionen eingehalten werden.

Lösungsansätze für diese Herausforderungen lassen sich im Sinne einer automatischen Disposition weitgehend mit geringfügigen Erweiterungen des SAP Standards erreichen.

  

 

 

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Ihr Burkhard Schuhmann

Burkhard Schuhmann
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